"Spiegel des Bösen" von Björn Springorum



Spiegel des Bösen

Autor/in: Björn Springorum 
Verlag: Thienemann Verlag
Erschienen am: 16. Februar 2017
Seiten : 352
   Preis: 14,99 € ( HC )

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Sophie hat sich ihre freien Tage so ganz anders vorgestellt - klärende Gespräche führen, mit Freunden abhängen und vieles mehr - stattdessen findet sie sich in einem Grandhotel wieder, welches auf unliebsame Weise einem die Gänsehaut über den Rücken kriechen lässt, und dass alles nur, da ihr Dad dort die Inspiration für sein neustes Werk finden möchte. 

Schnell zweifelt Sophie immer mehr an ihrem Verstand, denn urplötzlich tauchen Türen an Orte auf, an denen sich zuvor keine befand oder Bilder die auf unnatürliche Weise lebendig wirken. Als sie dann auch noch augenscheinlich unter Halluzinationen leidet, glaubt sie ganz dem Wahnsinn verfallen zu sein. 

Als sie dann eines Morgens im Hotelbett aufwacht, spürt sie sofort, dass etwas nicht stimmt - Ihre Eltern sind spurlos verschwunden, dass Grandhotel wirkt wie aus einer anderen Zeitepoche und auch die neuen Gäste sind alles andere als normal. 

Sophie befindet sich in einem albtraumhaften Rätsel wieder und die Lösung zu ihrem Problem hält so einige beängstigende Überraschungen für sie parat…




Wenn ein Autor behauptet, dass er sich während des Schreibens seines Buches förmlich selbst ins Höschen gemacht hat, so ist meine Aufmerksamkeit voll und ganz auf seiner Seite und ich muss herausfinden, was ihm solch einen Schauer versetzt hat. Voll und Ganz auf einen schaurigen Mystery- Thriller eingestellt begab ich mich auf die Fährte des alten Grandhotels und seinem dunklen Geheimnis.

Der Aufbau gefiel mir recht gut. Der Schauort und die Szenerie waren sehr bildlich dargestellt, so dass man sich das Anwesen des Grandhotels und auch seine uralte Geschichte toll ausmalen und mit leben füllen konnte. Auch die Spannung kam nicht zu kurz, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr gewünscht hätte, dennoch kann ich sehr gut nachvollziehen, weshalb sich Autor Björn Springorum vor seiner Geschichte selbst fürchtete.
Der Schreibstil angenehm, bildlich, lebhaft, jung und spritzig. Er ermöglichte ein schnelles vorankommen, eine detaillierte und lebendige Gestaltung und bildgewaltige Darstellung der Handlung, Charaktere und Schauorte. Mir hat er sehr zugesagt und mich auf ein gruseliges Abenteuer entführt.

Die Charaktere hätten mir etwas ergreifender gestaltet werden können. So brauchte ich etwas Zeit um mich vollends auf sie und ihre Geschichte einlassen zu können. Es war anfangs etwas schwammig , aber die Bindung kam von Kapitel zu Kapitel immer mehr und wurde gegen Ende hin intensiver und bindender. Sophie hab ich erst als kleine Rebellin abgetan, ein typischer Teenie eben, dessen Pläne durchkreuzt und mit Sturheit ihrer Seite gestraft wurde. Erst im Laufe der Handlung kamen ihre wahre Charakterzüge zum Vorschein und ich habe sie in mein Herz geschlossen.

Aber auch die anderen Charaktere und Nebencharaktere wurden schön in Szene gesetzt und wurden im Verlauf zu einem chaotischen, sympathischen und gruseligen Haufen bunt gemischter Persönlichkeiten, denen ich sehr gerne gelauscht habe. 

Das Cover ist allein schon mit seiner Farbwahl ein absoluter Hingucker. Das kräftige Rot versprüht einen gewissen Schauer, den man in den Seiten deutlich wieder findet, aber auch die Abbildung an sich, die das Cover ziert, wird dem Leser eine kleine Gänsehaut vermittelt, die sich im Laufe der Handlung zu einem flutartigen und immer wiederkehrenden Erlebnis auftut. 



Zwar hätte ich persönlich noch einen ticken mehr an Spannung vertragen, dennoch konnte mich Autor Björn Springorum mit seinem düsteren, schaurigen und vielseitigen Mystery-Jugendthriller total überzeugen und verlieh mir mehr als einmal eine sintflutartige Gänsehaut, die sich gewaschen hat. 

Sehr empfehlenswert!


4/4 Butterflies!!!


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