" Die Geheimnisse der Welt " von Lisa O´Donnell



Die geheimnisse der welt

Autor/in: Lisa O´Donnell
Übersetzt durch: Stefanie Jacobs
Verlag: Dumont Buchverlag
Erschienen:  22.Juli 2015
Seiten: 256
Preis: 18,99 € (HC)

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Michael Murray ist der Meinung, dass er mit seinen 11 Jahren reif genug ist um mehr über die Welt und dessen Begebenheiten zu erfahren. Aber da gibt es ein Problem, denn seine Eltern sind was dies angeht vollkommener anderer Meinung. So lauscht er an den Türen und wird Zeuge eines geheimnisvollen Gespräches welches sein Leben und die Ansichten komplett verändern wird.

Als aus dem Gehörten plötzlich ein hektisches Nachbargespräch wird ist sich Michael mehr als bewusst, dass weitaus mehr hinter der Sache steckt und so macht er sich auf eigene Faust auf den Weg mehr über die Wahrheit zu erfahren mit der Hoffnung im Gepäck, dass endlich nochmal Normalität in seiner Familie einkehren wird.



Lisa O´Donnell greift in ihrem Roman eine Thematik auf, die mittlerweile fast täglich in Nachrichten thematisiert wird und erschreckend zunimmt.

Michael wird Zeuge eines Gespräches in dem seine Mutter offenbart auf dem Nachhauseweg brutal überfallen und vergewaltigt worden zu sein. Erst weiß er mit der Botschaft nichts anzufangen und dennoch bemerkt er, dass dieses Gespräch für die Familie gravierende Folgen hat. Seine Mutter ist in sich gekehrt, wesensverändert und lebt in Angst. Als dann auch noch die Nachbarschaft sich über die Geschehnisse unterhält, wird ihm klar, dass mehr dahinter stecken muss.

Die Autorin zeigt dem Leser klar auf, welche Folgen solch eine Tat für Familie darstellt, wie sie die Menschen verändert und auch was sie mit einem kleinen Kind anstellt, dass mit diesem Thema auf harte Weise konfrontiert wird und dennoch nicht weiß wie es damit umzugehen hat.

Der Roman hat mit wirklich gut gefallen, auch wenn er an manchen Stellen sehr an die Substanz geht, da man sich gar nicht ausmalen will welchen Rattenschwanz solch eine Tat mit sich zieht.

Der Schreibstil ist gut verständlich und schildert die Situation sehr nachvollziehbar. Leider kommt an manchen Stellen der Lesefluß etwas ins Stocken, da die Szenen zu sehr ausgeschmückt werden und so etwas langatmig erscheinen.

Die Ich-Perspektive ist eine gelungene Wahl seitens der Autorin. So erlebt man die Handlung aus der Sicht des kleinen Michaels und erlebt die Geschehnisse haut nah aus seinen Augen. Man kann sich durch diese Perspektive super in die Handlung und auch in den kleinen Jungen hineinversetzen, wird tief in die Familiengeschichte eingebunden und so intensiv mit der Handlung und ihren Auswirkungen konfrontiert.


Eine Handlung die mehr als nur zum Nachdenken anregt. Durch die intensive und sehr realistische Schilderung hängt das Gelesene sehr lange in einem nach und lässt einen so schnell nicht mehr los. Einzig durch das Stellenweise langatmige und daher langsame voranschreiten habe ich einen Punkt abgezogen, denn ansonsten ist dieses Buch sehr empfehlenswert trotz erschütternder Thematik.

3/4 Butterflies!


Ein riesen Dankeschön geht an den Dumont Buchverlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat!


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